27 August 2018

Zwei 4.0 Abkantpressen für Evoca Group


 

Evoca Group, (so ist der neue Firmenname von N&W Global Vending), ist ein Unternehmen aus Valbrembo (BG), das durch die Fusion aus der italienischen Firma Necta und der deutschen Wittenborg (beide seit Jahrzehnten im Bereich der Automaten tätig) entstanden ist. Evoca hat 1.400 Angestellte, 3 Forschungs- und Entwicklungszentren und 6 Produktionsstätten. Seine Abteilung der Blechverarbeitung beschäftigt circa 100 Personen und 14 Abkantpressen. Wir interviewen Marco Tolotti, verantwortlich für die Industrialisierung der Blechverarbeitungsabteilung. Wir haben ihn gefragt, welche technischen Bedürfnisse den Grund für das Projekt zusammen mit Gasparini gegeben haben: „Wir tauschen zwei Gasparini Maschinen aus dem Jahr 1994 aus. Die beiden Pressen weisen ein paar Millionen ausgeführte Zyklen auf, deshalb war für uns die Investition in zwei andere Gasparini Maschinen die beste Wahl von der Zuverlässigkeit her gesehen“, erklärt uns Marco. „Wir haben zwei Zwillingsmaschinen von 80 Tonnen auf 2 Metern mit einer besonderer Biegedruckbank, die uns auf Maß angefertigt wurde, gewählt“.

Abkantpressen Industrie 4.0 vernetzt

Die von Evoca gekaufte Abkantpressen sind zwei X-Press 80/2000 mit manuellen Werkzeughaltern und Klemmungen (europäischer Typ). Sie sind beide mit einer doppelten Pedalerie und einem Hinteranschlag mit vier Achsen X-R-Z1-Z2, der von einem CNC Delem DA-66T gesteuert wird, ausgestattet. Der neue elektronische Reflex kümmert sich darum, dem CNC die Daten über die Verformung der Seitenständer zu liefern, um eine perfekte Biegung auch mit verschiedenen Längen und Dicken durchführen zu können.

Die Faltbank ist nach einer Zeichnung für Evoca realisiert worden und sie ist durch eine vergrößerte Druckzone, die tiefer als der Standard ist, ausgezeichnet. Im CNC ist ein Software Instrument verfügbar, das zur bidirektionalen Kommunikation dient und in der Lage ist, die Biegeprogramme und Konfigurationen der Maschine aus dem Unternehmensnetzwerk zu erhalten. Das Tool sammelt eine Reihe an Prozessdaten und liefert sie an den ERP, wo sie in nützliche Informationen umgewandelt werden können. Dieses Programm kann auch benutzt werden, um viele andere Funktionsparameter der Maschine und eventuelle Fehler oder Abnormalitäten zu sammeln.

Abkantpresse Faltbank nach Mass

Die Abkantpressen werden unterstützende Bestandteile der Getriebe und Gehäuse herstellen, welche die mechanischen Teile der Automaten bedecken werden. Sie gliedern sich in einen Arbeitsprozess ein, der aus der anfänglichen Blecharbeit, dem Stanzen oder Laser, dem Biegen oder der Täfelung, dem Verputzen des verzinkten Blechs, der Lackierung und schließlich aus der Montage besteht. Außer der Verarbeitung der geschnittenen und gebogenen Teile, müssen auch tausend verschiedene Programme verwaltet werden, die zwischen den 14 Abkantpressen aufgeteilt sind. Marco wird sich darum kümmern, die Biegefasen des Blechs zu standardisieren und somit die Effizienz der Abteilung erhöhen und das Fehlerrisiko verringern.

Realisierung von Boxen und Panels aus Blech

Aus diesem Grund ist das Projekt von Evoca nicht auf den Austausch der Abkantpressen begrenzt, sondern hat das Ziel, einen digitalisierten, strukturierteren Arbeitsprozess auf die Beine zu stellen, für den eine automatische Steuerung der Produktion vorgesehen ist. Der erste Schritt wird der Gebrauch einer Software zur Simulation des Biegeprozesses und die Erstellung der Programme sein. „Wir werden so an alle Maschinen der Abteilung dieselben Einstellungen schicken können, so dass alle dasselbe Programm nutzen können und dieselbe Ausrüstung haben. Das Ziel ist es, die Qualität und die Uniformität der Verarbeitungen zu erhöhen, wobei dem Arbeiter trotzdem die Möglichkeit gelassen wird, die Variationen, die von der Unterschiedlichkeit des Materials abhängen, zu kompensieren“, sagt uns Marco.

Anders als man denken könnte, ist die Einführung der Technologien, die zur Industrie 4.0 gehören, nicht unbedingt eine traumatische Umstellung, auch für sehr große und strukturierte Unternehmen. „Evoca hat beschlossen, große Schritte vorwärts zu machen im Bereich der Computerisierung und der Smart Factory. Die Steuervorteile sind für die italienischen Unternehmen sicher eine Hilfe, und auch für uns sind sie ein Instrument, das uns die Möglichkeit bietet, das Budget, das für die Modernisierung unseres Maschinenbestands bestimmt ist, zu erhöhen“, erklärt Marco Tolotti. „Wir haben in der Tat auch eine neue Laserschnittmaschine erworben. Aber es ist Zeit etwas zu verändern, auch wenn es die Steuererleichterungen nicht gegeben hätte: Wenn man nicht anfängt neue Maschinen zu kaufen, wird man nie vorwärts kommen“.

Die Veränderung und die Evolution sind sicherlich im DNA von Evocs Group. Das Unternehmen investiert 5% des Umsatzes in die Forschung und Entwicklung, dank der Arbeit von 135 Personen in 7 Forschungszentren. Diese Anstrengung für das Engineering neuer Lösungen hat Evoca dazu gebracht, ganze 600 Patente registrieren zu lassen. Die Innovationen, die durch Evoca eingeführt worden sind, betreffen vor allem das Produkt, das mit Technologien ausgestattet ist, die die Eigenschaften des Kaffees und des Tees verbessern. Das Experimentieren von Evoca ist jedoch nicht nur auf die Produktion der Getränke begrenzt, sondern hat auch zur Einführung von elektronischen Zahlungssystemen und Telemetriefunktionen in den eigenen Automaten, sowie zur Fernsteuerung und -wartung geführt.

Blechbearbeitung im Automatenbereich

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